WLAN macht das Surfen im Internet bequem. Leider
auch für Fremde, schließlich machen die
Funksignale an der Wohnungstür nicht halt. Wie Sie
sich am besten schützen.
Vorweg die gute Nachricht: Es braucht nicht viel, um das WLAN vor unerlaubten Zugriffen zu schützen. Der grundlegende Schritt zur Sicherung des WLAN-Netzes sei es, die Verschlüsselungstechnik des WLAN-Routers zu aktivieren.
Dafür könne der Anwender den Installationsassistenten nutzen, der meist auf einer CD mitgeliefert wird. «Darüber wickelt er neben der Einrichtung des Routers und den Interneteinstellungen auch die Verschlüsselung ab.» Oder der Nutzer geht über den Browser direkt in das Konfigurationsmenü des Routers und nimmt die Einstellungen vor.
Für neuere Geräte ist die WPA2-Verschlüsselung der empfehlenswerte Standard, erläutert Bless. Dieser biete mehr Schutz als der alte WEP-Mechanismus. Der biete zwar immer noch mehr Schutz als gar keine Verschlüsselung, könne aber schnell geknackt werden. «Die Angriffszeit liegt bei ein bis zwei Minuten - dann ist ein Fremder im Netz», erklärt Erik Tews vom Center For Advanced Security Research Darmstadt (CASED).
«WPA2 hingegen sollte noch ein paar Jahre hohe Sicherheit bieten», sagt Bless. Beim Einrichten des WLANs legen Benutzer dazu am Router einmalig einen sogenannten Pre-shared Key (PSK) fest. Er wird verwendet, um zu Beginn neue Sitzungsschlüssel zwischen Endgerät und Basisstation auszuhandeln - für die eigentliche Datenverschlüsselung.
Das Passwort der WPA2-Verschlüsselung sollte mit Bedacht gewählt werden, rät Tews. Manche Router sind bereits vom Hersteller mit einem Pre-Shared-Key versehen worden und kommen mit aktiviertem WPA2 zum Kunden. Der vorkonfigurierte Schlüssel sollte durch einen längeren Code ersetzt werden, der am besten 64 Zeichen umfasst und viele Sonderzeichen enthält.
Es besteht auch die Möglichkeit, den Router über das Internet zu konfigurieren. Dieser Remote-Zugang stellt jedoch eine potenzielle Sicherheitslücke dar. Wer diese Funktion nutzt, sollte auf jeden Fall voreingestellte Passwörter für den Remote-Zugriff wie «admin» oder «default» ändern. Sonst können Unbefugte die Einstellungen des Routers leicht aus dem Internet heraus manipulieren. Wer den Remote-Zugriff nicht braucht, sollte ihn abschalten.
WLAN-Surfer sollten ihre Verbindung in erster Linie sichern, um ihre Privatsphäre zu schützen, rät Roland Bless vom Institut für Telematik an der Universität Karlsruhe. Außerdem könne ein Angreifer versuchen, in ein schlecht oder gar nicht gesichertes WLAN einzudringen, um über den DSL-Anschluss Spam-Mails zu verschicken.
Ein großes rechtliches Problem kann der WLAN-Besitzer laut Bless bekommen, wenn ein Dritter über sein Netzwerk Straftaten begeht - durch illegale Downloads etwa. In diesem Fall werde nur die IP-Adresse des Rechners oder Routers ermittelt, über den der Zugang ins Internet erfolgt. «Und der Besitzer muss sich verantworten.» Um gar nicht erst unter Verdacht zu geraten, sollten WLAN-Besitzer die Eingangsbarrieren zu ihrem Netzwerk so hoch wie möglich halten.
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